In der vergangenen Ratssitzung am 23.04.2026 haben wir gemeinsam mit der CDU einen umfassenden Antrag zur Umsetzung der Sportstättenentwicklungsplanung für die Gemeinde Ritterhude eingebracht. Ziel war es, die gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen endlich verbindlich umzusetzen.
Leider wurde dieser Antrag mit den Stimmen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Damit haben beide Parteien ohne Not den Wahlkampf eröffnet – statt gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Gemeinde zu übernehmen.
Erst gemeinsam gearbeitet – dann parteipolitisch abgebogen
Besonders bedauerlich ist der Verlauf der vergangenen Wochen: Zunächst haben alle Fraktionen gemeinsam an einer möglichen politischen Umsetzung der Ergebnisse gearbeitet. Grundlage waren die Empfehlungen aus der Sportstättenentwicklungsplanung, die unter professioneller Begleitung des Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) entstanden sind.
In einem breit angelegten Beteiligungsprozess wurden Verwaltung, Politik, Schulen, Vereine sowie weitere gesellschaftliche Gruppen eingebunden. Das Ergebnis waren klar priorisierte Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Sportstätten in Ritterhude.
Umso unverständlicher ist es, dass sich die SPD im weiteren Verlauf mit einem eigenen, deutlich weniger detaillierten Antrag positioniert hat. Noch überraschender war, dass die Grünen kurz vor der Ratssitzung ohne Angabe von Gründen aus den gemeinsamen Beratungen ausgestiegen sind und sich in der Sitzung dem SPD-Antrag angeschlossen haben.
Unser Antrag: konkret, verbindlich und umsetzungsorientiert
Unser eingebrachtes Konzept war ein klarer Fahrplan für die kommenden Jahre. Vorgesehen waren unter anderem:
- kurzfristige Verbesserungen bei Pflege und Unterhaltung der Sportplätze
- Einführung eines digitalen Hallenbelegungsmanagements
- bessere Nutzung vorhandener Hallenzeiten
- unverzügliche Planungen für die Halle in Stendorf
- schnelle Schaffung zusätzlicher Hallenkapazitäten – auch durch modulare Übergangslösungen
- Umsetzung des Jugendplatzes
- Sanierungsfahrpläne für bestehende Sportstätten
- Sanierung des Hallenbades
- mittelfristig neue Bewegungsräume, moderne Sportflächen und Freilufthallen
- langfristig mehr Bewegungsangebote im öffentlichen Raum, Laufstrecken und inklusive Sportstätten
Kurz gesagt: kein Symbolantrag, sondern ein strukturierter und realistisch umsetzbarer Maßnahmenplan.
Vereine und Bürger warten weiter
Gerade die örtlichen Sportvereine weisen seit Jahren auf Engpässe bei Hallenzeiten, Sanierungsbedarf und fehlende Entwicklungsperspektiven hin. Moderne Sportinfrastruktur stärkt nachweislich Gesundheit, Jugendarbeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Statt jetzt gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, wurde ein tragfähiger Gesamtplan aus parteitaktischen Gründen verhindert.
Unser Anspruch bleibt
Wir bedauern diese Entwicklung ausdrücklich. Ritterhude braucht keine politischen Schaufensteranträge, sondern echte Lösungen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Ergebnisse der Sportstättenentwicklungsplanung nicht in Schubladen verschwinden, sondern Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Denn gute Sportstätten sind Investitionen in Lebensqualität, Gesundheit und Gemeinschaft.
Den vollständigen Antrag stellen wir Ihnen hier als PDF zur Verfügung:


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